FAQ

Worin besteht der Unterschied zwischen Ergotherapie und Krankengymnastik?

Während die Krankengymnastik funktionsorientiert arbeitet, ist die Ergotherapie zusätzlich alltagsorientiert und die Wahrnehmung spielt eine größere Rolle.

Eine Abgrenzung der einzelnen Heilmittel voneinander macht sich bei gleichen Indikationen/Diagnosen an den Wirkungen/ Zielen fest, die es zu erreichen gilt.

Der ganzheitliche Ansatz der Ergotherapie muss herausgehoben werden, nicht Fertigkeiten soll unser Patient erlangen, sondern Fähigkeiten. Das Erreichen der Handlungsfähigkeit im Alltag und Berufsleben steht im Vordergrund der ergotherapeutischen Zielsetzung. Bei der ergotherapeutischen Befundung müssen sicher auch Funktionsstörungen herausgefunden werden, aber im Vordergrund stehen die gestörten Handlungskompetenzen, die Fähigkeitenstörungen.
Dazu kann es notwendig sein, auch mal auf eine Einzelfertigkeit zu verzichten z. B. das Schreiben mit der gelähmten rechten Hand, wenn das Endziel z. B. die Wiedereingliederung in die Familie erreicht werden konnte. Steht die Motorik als solche im Vordergrund, ist sicher KG indiziert. Ist das Problem des Patienten eher eine Fähigkeitsstörung in z.B. in der Selbstversorgung, die natürlich mit mangelnden Bewegungsmöglichkeiten einhergeht, ist ET indiziert. Zur Verbesserung der Selbständigkeit im Alltag, z.B. bei der eigenen Nahrungsherstellung, wird die/der ET mit der Patientin das Laufen zum Kühlschrank, bzw. das Holen der Eier und Stehen und Arbeiten am Tisch zum Kuchenbacken trainieren.

Wer übernimmt die Kosten für die ergotherapeutische Behandlung?

Ergotherapie ist ein ärztlich zu verordnendes Heilmittel. Die Kostenträger sind vor allem die gesetzlichen und privaten Krankenkassen bzw. Berufsgenossenschaften. Weiterhin zählen dazu Rentenversicherungsträger und Sozialamt. Der gesetzliche Eigenanteil für ein ergotherapeutisches Rezept beträgt: 10 € pro Rezept/Verordnung zzgl. 10% für jede in Anspruch genommene Behandlung. Ausnahmen sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Versicherte, die von der Zuzahlung befreit sind. Diese Befreiung muss in der Regel jedes Jahr neu beantragt werden.

Wie erhält der Patient Ergotherapie?

Der Haus- oder Facharzt veranlasst die ergotherapeutische Behandlung und stellt ein Rezept über die Anzahl und Art der Behandlung aus. Mit diesem kann sich der Patient an eine ergotherapeutische Praxis wenden, um Termine zu vereinbaren.

Wie lange dauert die ergotherapeutische Behandlung?

Die Art und Dauer der Behandlung richtet sich nach der Diagnose und den daraus resultierenden, gesetzlichen Heilmittelrichtlinien.

Sollten Sie weitere Fragen haben, auf die hier nicht eingegangen wurde, zögern Sie bitte nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir werden uns um eine schnelle Antwort bemühen.

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